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Fußbodenheizung für einen Imbisswagen

So manch einer wird denken: “Wie jetzt, ne Fußbodenheizung im Imbisswagen, was soll der der Blödsinn” Dabei ist der Gedanke gar nicht so abwegig, denn gerade im Winter kann man noch so tolle Schuhe und zig paar Socken anziehen. Wenn der Fußboden kalt ist, zieht die Kälte irgendwann immer rein und man bekommt kalte Füße. Auch uns geht es da nicht besser und ich habe echt schon sehr hochwertige Arbeitsschuhe und bei minus Graden, mehrere paar Socken an. Nach 1-2 Stunden kommt aber auch hier die Kälte rein. Dabei gibt es fast nichts schlimmeres als kalte Füße zum arbeiten.

Ich bin nun schlauer

Jetzt habe ich mich mal ein wenig schlau gemacht und bei neueren Imbisswagen ist eine Fußbodenheizung eigentlich schon fast Standard. Zumindest kann man sie bei Neukauf optional mit bestellen. Ja aber, wie ist es mit nachrüsten? Genau der Punkt hatte mich ja interessiert, denn ich habe schließlich noch keine :(

Aber auch das ist möglich, wie erfahren habe. Das Grundprinzip ist auch das gleiche wie bei einer Fußbodenheizung für zu Hause. Das sind Heizfolien-Bahnen, die man unter dem eigentlichen Fußboden verlegt und auch hier hat man ein normales Thermostat, mit dem sich alles regeln lässt.

Der Vorteil in einem Imbisswagen ist, dass man ja nicht die komplette Fläche beheizen, sondern nur die reine Lauffläche mit einer Fußbodenheizung belegen muss. Normalerweise ist eine einzelne Heizfolie 50cm breit und das reicht ja locker aus in einem Imbisswagen. Bei den Längen kann man wählen von 50cm bis 10 Meter Länge.

Ein kleiner Nachteil

Der einzige Nachteil ist, dass man entweder den vorhandenen PVC Boden einmal anheben, oder bei einem fest vergossenen Boden, später nachträglich noch einen weiteren Fußbodenbelag aufbringen muss. Wer also “nur” einen PVC Fußboden hat, sollte schon im Vorteil sein. Natürlich muss man den vorhandenen Boden nicht komplett entfernen, sondern nur eine Längsseite anheben um die Fußbodenheizung darunter zu schieben.

Der Rest ist quasi schon ein Kinderspiel, da die Fußbodenheizung zum nachrüsten ja wie eine Heizdecke zu Hause funktioniert. Die Kabel sind schon angeschlossen und man muss diese nur noch mit dem Thermostat verbinden und an das Bordnetz anschließen. Sie funktioniert mit 220 Volt, also normalem Hausstrom.

Technische Details

So noch ein wenig technische Details. Die Heizfolienbahnen gibt es in verschiedenen Watt-Stärken von 90-220 Watt pro qm. Da unter einem Imbisswagen ja nichts ist, also keine Dämmung oder sonstiges, sollte man hier schon eine stärkere Variante wählen. Das richtet sich natürlich auch daran, wie viele Stromverbraucher man bereits hat im Imbisswagen.

Was kostet der Spaß?

Wühlt man sich durch die diversen Portale, nebst Ebay und Co. kommt man bei 50cm breite und 4 Meter Länge eines durchschnittlichen Imbisswagens auf ca. 100 EUR reinem Materialwert. Das beinhaltet die Heizfolie und das Thermostat. Also alles in allem kein teurer Spaß.

Wo bekomme ich so etwas?

Da sollte Google dein Freund sein und dir eine Hülle und Fülle von Anbietern präsentieren

Food Truck vs. stylischer Imbisswagen [Vor- Nachteile]

Wer sich mit einem Food Truck oder Imbisswagen selbstständig machen will, im Partyservice oder Catering Bereich, der steht oftmals vor der Qual der Wahl. Beide Typen haben ihre Vorteile und auch Nachteile. Es kommt aber auch immer darauf an, welche Ziele man hat und was, wie eingesetzt werden soll. So kann sich je nach Einsatzzweck ein Nachteil auch als Vorteil darstellen. Im folgenden beschreibe ich das ganze einmal und jeder kann sich dann ja sein eigenes Bild dazu machen.

Food Truck Vorteile

Ein toller Food Truck, womöglich noch aus den USA importiert, ist ein wahrer Blickfang. Alles was anderes aussieht kommt immer gut an und zieht die Besucher an. Ebenfalls lässt sich ein Food Truck überall hin steuern und ist in sehr kurzer Zeit einsatzbereit. Im Prinzip also Klappe auf und los gehts. Will man mittags mehrere Firmen und Plätze ansteuern ist ein Food Truck hier erste Wahl. Die meisten sind auch zu 100% Autark gebaut und können auf externe Stromquellen und Wasseranschlüsse komplett verzichten.

Food Truck Nachteile

Der Import kann sich durchaus als kompliziert darstellen. Diese Kosten sollte man auch mit einrechnen. Da ein Food Truck ja ein komplettes Fahrzeug ist, kann es z.b. bei einem Motorschaden richtig teuer werden. Hinzu kommt ja noch, dass man in der Zeit dann nicht verkaufen kann, da der Truck in der Werkstatt steht. Die Anschaffungskosten sind auch hier höher als bei einem Imbisswagen und wenn man ein europäisches Modell einsetzt (Sprinter, Transit und Co.) ist das Modell irgendwann “alt”. Ein “altes” Auto sieht natürlich nicht so ansprechend aus. Das sieht bei einem Oldtimer natürlich schon wieder ganz anders aus.

Food Truck Kosten

Ein Food Truck aus den USA ist nicht gerade günstig und selbst wenn man einen leeren LKW kauft, muss hier innen noch alles ausgebaut werden. Da kann schon einiges zusammen kommen.

  • Food Truck neu ca. 70.000 – 150.000 EUR
  • Food Truck (gut) gebraucht ca. 30.000 – 60.000 EUR
  • Ausbau ca. 5.000 – 15.000 EUR (je nach Bedarf)
  • Versicherung ca. 1.000 – 2.000 EUR jährlich (je nach Nutzungseintrag also LKW Zulassung usw.)

Food Truck

Imbisswagen Vorteile

Ein Imbisswagen hat fast immer ein zeitloses Design. Im Prinzip ist es ja nur ein viereckiger Kasten mit Inhalt. Durch Umbaumaßnahmen kann man jede erdenkliche Farbe lackieren und im Innenraum alles realisieren was man möchte. Weiterhin ist der Unterhalt sehr günstig und beim TÜV ist es auch immer entspannter, da es ja “nur” ein normaler Anhänger ist. Umbauten sind auch einfacher zu realisieren, da man diese oftmals nicht eintragen lassen muss.

Imbisswagen Nachteile

Man benötigt für einen Imbisswagen immer auch ein Zugfahrzeug. Diese Kosten muss man also immer mit einkalkulieren und sollte sie auch nicht unterschätzen. Der Aufbau kann je nach Umfang immer länger dauern als bei einem Food Truck. Die Stützen müssen ausgefahren werden und eventuelle Zusatz-Tafeln, Lampen und Co. müssen angebracht werden. Da kostet Zeit und verhindert schnelles agieren. Außerdem ist ein Imbisswagen fast nie zu 100% Autark. Auch wenn die Geräte mit Gas betrieben werden, benötigt man dennoch normalen Strom, für kleinere Geräte und die Beleuchtung.

Imbisswagen Kosten

Ein Imbisswagen kostet im Unterhalt wenig und mit einer überschaubaren Summe im Jahr ist man dabei. Da man aber auch ein Zugfahrzeug benötigt müssen diese Kosten noch hinzu gerechnet werden.

  • Imbisswagen neu ca. 25.000 – 65.000 EUR
  • Imbisswagen (gut) gebraucht ca. 7.000 – 17.000 EUR
  • Imbisswagen Ausbau ca. 4.000 – 10.000 EUR (je nach Bedarf)
  • Versicherung ca. 200 – 400 EUR / Jahr
  • Zugfahrzeug neu ca. 18.000 – 28.000 EUR
  • Zugfahrzeug gebraucht ca. 4.000 – 10.000 EUR

Fazit

Ein Imbisswagen ist von den ganzen Kosten her ein wenig günstiger als ein Food Truck. Es kommt aber drauf an, was man selber machen möchte. Wer ständig auf Achse ist und jede Stunde woanders sein möchte, kommt an einem Food Truck nicht vorbei. Dieser ist mobiler und auch wendiger als ein Imbisswagen mit Zugfahrzeug vorne dran. Wie oben schon geschrieben, sollte man sich vor einer Investition immer Gedanken zum Einsatzzweck machen. Als Partyservice oder Catering Anbieter kann man beide Varianten einsetzen. Aber auch hier kommt es wie immer auf die Feinheiten an.

Social Media in der Gastronomie [Teil 3 Zuhören!]

Social Media ist ja nicht nur das netzwerken mit anderen und das austeilen, wie toll man doch ist. Es ist noch viel mehr. Viel wichtiger ist aber auch das zuhören. Gerade in der Gastronomie sollte man “immer” ganz genau zuhören. Man muss zwar nicht auf alles hören, aber vieles kann einen unter Umständen auch negativ ausgelegt werden.

Eine positive Rückmeldung eines Gastes zu bekommen ist echt schon eine schwierige Angelegenheit. Da muss man bitten und betteln. Klar einige äußern sich auch ohne Aufforderung positiv über das eigene Unternehmen, aber wenn der Gast zufrieden war, kommt er wieder und sieht dieses eher als eine Selbstverständlichkeit an. Dabei ist gerade dieser Umstand echt harte Arbeit und man wird es kaum schaffen 100% seiner Kunden zufrieden zu stellen. Das klappt in keinem Unternehmen der Gastronomie.

Einfacher ist es natürlich wenn der Kunde “rum-stänkern” möchte. Wenn ein Gast unzufrieden war, ist schnell mal was in Facebook gekritzelt und jeder hört auch gerne zu. “Aha, der Laden ist also Kacke nicht empfehlenswert! – Merke ich mir und gehe ich schon mal nicht hin.” Dabei wirkt ein negativer Post immer doppelt oder gar dreifach so schlimm. Mein ehemaliger Chef meinte damals

“Ein Plus muss man sich sehr hart erarbeiten. Hast du aber ein Minus erreicht, was sehr einfach ist, nimmt es dir sofort 2-3 Plus wieder weg.”

Dabei ist an diesem Spruch leider sehr viel Wahrheit dran. Denn einen Ausrutscher wieder glatt zu bügeln ist oftmals schwieriger als man denkt. Natürlich macht keiner gerne Fehler oder gibt sie auch gerne zu, aber jeder ist nicht unfehlbar und Fehler passieren.

Kommen wir jetzt aber mal auf das zuhören. Jeder Gastronom sollte auch bewusst zuhören. Also nicht nur in seiner eigenen Lokalität, sondern auch das was von außen an ihn vorgetragen wird. Was dabei noch viel wichtiger dann ist, dass man auch entsprechend darauf reagiert.

Social Media zuhören

Klar kann jeder bei Facebook oder sonstwo mal eben schnell schreiben das man doof ist, aber erst wenn man es soweit kommen lässt, ist es schon fast zu spät. In einem Betrieb hat jeder Mitarbeiter seine feste Aufgabe oder auch mehr. Wenn jetzt nur ein “Zahnrädchen” mal einen schlechten Tag hat, dann ist sofort das ganze Unternehmen dafür verantwortlich. Stimmt nicht, ist aber so.

Wichtig ist also nicht nur das man sich selber positiv in den sozialen Netzwerken darstellt, sondern auch dem “Grundrauschen” der anderen zuhört. Auf negatives sollte man immer und unverzüglich reagieren. Denn wenn man reagiert und im ersten Schritt erst einmal nachfragt, wo denn der Schuh gedrückt hat, kann man auch erfahren wo der oder die Fehler begangen wurden. Denn nur so kann man ja auch nachbessern. So kann aus einem anfänglich schlechten Post über ein Unternehmen etwas ganz anderes entstehen. Das einfach nur durch zuhören und passend darauf zu reagieren. Wenn man nämlich nun nachfragt, ist der Gast gefragt und muss handeln. Er fühlte sich schließlich schlecht behandelt und da er sich nun nicht die Blöße geben will, muss er genau schildern was schlecht war. Wenn man dann seine eventuellen Fehler zugibt, Besserung gelobt und obendrauf noch einen Gutschein oder ähnliches drauflegt, werden auch die anfänglich schlecht gelaunten Kunden wieder handzahm und man erscheint wieder in einem positiven Licht.

Hinzu kommt noch, dass man ja so auch erfahren kann wo nun der Fehler lag. Also war definitiv Mitarbeiter XYZ daran Schuld oder gibt es generelles, was man als Unternehmer noch verbessern sollte. Man kann vieles planen, aber es gibt Dinge im Leben die lassen sich nicht planen. Nur durch stetiges zuhören, kann man sich verbessern und seinen Service noch weiter steigern.