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Currypulver – Ursprung, Bedeutung und Unterschiede

Currypulver, jeder kennt es und die meisten lieben es. Das gelbliche Pulver, dass man mit sehr vielen Speisen kombinieren kann und das gewisse Extra einer Speise ist. Die Curry Pulver sind aber nicht alle gleich, deswegen einmal ein wenig Aufklärung was das überhaupt ist, was es bedeutet und die Unterschiede.

Herkunft

Wenn wir Europäer an Curry, bzw. Currypulver (siehe Wikipedia) denken, dann hat das eigentlich nur ganz wenig gemeinsam mit dem was es in Indien bedeutet. Von Indien her kommt unser heutiges Currypulver, aber dort ist es nicht eine Gewürzmischung sondern umschreibt etwas ganz anderes. Wenn man einem Inder unser Pulver zeigt, wird er nicht viel damit anfangen können. Indisches Curry kommt von “koeri” oder auch “kari” und heißt wörtlich übersetzt Sauce. Also Fleisch oder Gemüse mit Sauce. In der Sauce sind natürlich auch diverse verschiedene Gewürze enthalten, aber Currypulver ist keines davon. In einigen indischen Gerichten werden u.a. zusätzlich auch Blätter des Currybaumes verwendet, aber auch die haben nichts gemeinsam mit dem Pulver hier in Europa. So kam es das die Engländer eine Mischung von Gewürzen an den englischen Gaumen anpassten, mit in die Heimat nahmen und es “Curry Powder” tauften. Einigen ist dieses deshalb auch als “englische Mischung” bekannt. Currypulver wächst also nicht in Blattform auf Bäumen und ist in Indien sogar fast unbekannt. Zumindest so wie wir es bezeichnen. Eine Mischung aus ca. 11 Gewürzen ist für den heutigen Europäer das Pulver was man so kennt. Weitere Infos zu den einzelnen Anteilen folgen jetzt im nächsten Abschnitt.

Zusammensetzung

Die Zusammensetzung beruht auf ca. 11-13 Gewürzen. Hierunter befinden sich natürlich das Kurkuma das dem Currypulver die gelbliche Farbe verleiht, Cumin (Kreuzkümmel), Koriander, Rosenpaprika, Cayennepfeffer, Kardamom, Nelke, Zimt, Ingwer, schwarzer Pfeffer, Bockshornklee, Chili, Safran (nur selten da teuer) und diverse weitere. Das bringt uns nun zum nächsten Punkt.

Unterschiede

Die Mischungen variieren weltweit und jede Ecke der Erde hat eine andere Gewichtung, der einzelnen Gewürzanteile. So schmeckt z.b. ein afrikanisches Currypulver ganz anderes als ein Europäisches. Das liegt daran, dass z.b. weniger Kurkuma verwendet wird, aber dafür mehr Koriander usw. Da die meisten Gewürze vor ihrer Entdeckung nur in Indien bekannt waren, hat jeder Kontinent seine eigene Gewürzmischung mit nach Hause genommen und so kommen auch die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen zustande. Wer also mal Lust auf eigenes Currypulver hat, sollte sich mal auf dem Gewürzmarkt umschauen und sich mit den oben genannten Gewürzen eindecken und selber mischen. Das ist in Indien ganz normaler Alltag und so lässt sich die eigene “Hausmischung” kreieren.

Die Mischung hier drunter haben wir direkt aus Südafrika bekommen und die gibt es in Europa auch nicht käuflich zu erwerben. Leider… Hier wollen wir aber demnächst auch noch einmal selber mischen.

Curry Pulver

Verschiedene Gewürzmischungen

Garam Masala

In Indien werden Gewürzmischungen auch als Masalas bezeichnet. Wenn man also in Indien ein Currypulver kaufen möchte, sollte man nach Masala fragen. Hier gibt es das Garam Masala, welches eher Tabak-braun ist und durch die Grundschärfe eher für Fleischgerichte verwendet wird. Meistens besteht dieses aus:

  • schwarzer Kardamom
  • Zimt
  • Gewürznelken
  • schwarzer Pfeffer
  • Kreuzkümmel
  • moderne Mischungen enthalten außerdem Fenchel
  • oder grünen Kardamom

Tanduri Masala

Dann gibt es noch das Tanduri Masala. Dieses wird hauptsächlich für Hühnchen verwendet und besteht hauptsächlich aus:

  • Chilis
  • Kreuzkümmel
  • Koriandersamen
  • Für Hähnchen-Marinade wird es mit Joghurt vermischt
  • zusammen mit Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Ingwer
  • Salz
  • und Zitronensaft
  • Der Farbe wegen wird heute häufig roter Lebensmittelfarbstoff hinzugegeben.

Chat Masala

Dann ist da noch das Chat Masala welches zu Salaten verwendet wird und das besteht aus:

  • Amchoor (Mangopulver)
  • Asafoetida
  • Cumin (Kreuzkümmel)
  • Granatapfelsamen
  • Ingwer
  • Kala Namak (schwarzes Salz)
  • Koriander
  • Paprika
  • schwarzer Pfeffer
  • und Salz.

Richtfest Apothekerverband Westfalen-Lippe

Currywurst, Pommes, Frikandel und Getränke gab es von uns zum Richtfest des Apothekerverband Westfalen-Lippe. Dieser soll Mitte bis Ende 2015 fertig gestellt sein und dann ziehen die Mitarbeiter vom Aasee zum Willy Brandt Weg in der Loddenheide. Für einen November hatten alle Beteiligten auch schönstes Wetter und es wurde ein tolles Fest. Neben unserer obligatorischen Mantaplatte gab es auch Frikandel Spezial mit frischen Zwiebeln, die auch reißenden Absatz fand bei den Gästen. Als Full Service haben wir hier neben den Speisen auch die Getränke mit organisiert und so war für jeden Gast das passende dabei.

Original Rezept Chillup Sauce für Currywurst

Das Original Rezept der Chillup Sauce ist von Herta Heuwer und wurde am 04.09.1949 in Berlin erfunden. Knapp 10 Jahre später am 21.02.1958 wurde es beim Patentamt eingereicht. Das Rezept ist im Original nicht mehr vorhanden, da Herta Heuwer es mit ins Grab genommen hat, aber es gibt ein Rezept, dass der ursprünglichen Version sehr nahe kommen dürfte. So gab es damals kaum Ketchup zu kaufen, da er erst nach dem zweiten Weltkrieg durch die Amerikaner importiert wurde. Also wurde Ketchup selber nachgemacht und das könnte so ausgesehen haben, denn die Zutaten sind ja bekannt.

Zutaten Original Chillup Sauce (Grundrezept Ketchup)

  • 2 kg Tomaten
  • 1/2kg rote Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 Gramm Rohrzucker
  • 250 ml Apfelessig
  • Salz
  • 1 TL fein gewürfelter Ingwer
  • 1 EL Senfkörner
  • 2 Stück Sternanis
  • 1 Stück Zimtstange
  • 5 Stück Piment (Nelkenpfeffer / Jamaikapfeffer)
  • 10 Stück schwarzer Pfeffer
  • 1 kleine Chillischote
  • 140 Gramm Tomatenmark

Weitere Zutaten:

Diese werden später noch benötigt. Die obigen sind erst einmal für die Chillup Original Grundsauce.

  • 2 TL Worcestershiresoße (Lea & Perrins)
  • 1 TL Madras-Curry Pulver
  • 1 TL Sambal Oelek
  • 1 TL Zitronensaft (frisch gepresst)

Zubereitung Chillup Grund – Sauce

  • Die Tomaten waschen und würfeln
  • Die Zwiebeln halbieren & in feine Streifen schneiden
  • Alle Gewürze in einem Mörser zerreiben (bis auf Ingwer & Chillischote)
  • Olivenöl in einem großen Topf erhitzen
  • Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen
  • Zucker hinzufügen und hellbraun karamellisieren
  • Mit dem Apfelessig ablöschen
  • Tomaten + frisch geriebene Gewürze hinzufügen und salzen
  • Alles auf kleiner Hitze sanft köcheln lassen, bis das Ganze auf etwa 750ml eingekocht ist
  • Chillischote herausnehmen und durch ein feines Sieb pürieren
  • Tomatenmark einrühren und nochmals erhitzen
  • Die Konsistenz sollte nun einer dicken Püreesauce entsprechen
  • Mit Salz und gemahlenen Pfeffer abschmecken

Jetzt ca. 200ml des Ketchups separieren und die Worcestershiresauce, Madras-Curry Pulver, Sambal Oelek und den Zitronensaft hinzufügen. Fertig ist die Original Chillup Sauce.

Original Rezept Chillup