Ich glaube die Frage nach den Wucherpreisen auf der Kirmes oder “Warum ist denn die Bratwurst, Pommes, Pizza usw. so teuer?” – ist eine der meist gestelltesten Fragen überhaupt. Man kann schließlich hingehen wohin mal will, überall das gleiche Bild. Pommes kosten zwei Euro, mit was drauf auch gut und gerne 2,50 Euro. Eine einfache Bratwurst schnell mal 2,50 Euro und Pizza gibt es ab ca. 2,50 Euro aufwärts zu kaufen. Bei den Getränken sieht es nicht viel anders aus und Popcorn und anderer Süßkram sind auch nicht gerade viel billiger.
Vielen stinkt das gewaltig und denken, das sich Imbissbetreiber und Kirmesbuden- Besitzer schön die Tasche voll machen, aber ganz so einfach ist das nicht. Sicherlich sind die Preise erhöht und mit der Euro Einführung haben die Preise nochmals zugelegt, aber schauen wir doch mal woher das “Teuer” überhaupt kommt.
Wer legt die Preise fest bei einer Veranstaltung?
Bei den meisten Veranstaltungen können die Imbissbuden- Betreiber selber den Preis festlegen. Zumindest ist das so auf öffentlichen Veranstaltungen. Bei speziellen Festen können die Betreiber schon ein Wörtchen mitreden und auch hier und dort den Preis diktieren. Gerade wenn die Festival Veranstalter selber Geld hinzusteuern oder ein Event komplett durch eine Firma gesponsert wird.
Wie errechnet sich der Preis für Pommes, Bratwurst und Co. ?
Der Verkaufspreis ist aus unterschiedlichen Einzelpreisen zusammen gesetzt, die dann den Gesamtverkaufs-preis bilden und ich zähle hier mal die Kostenfaktoren auf:
- Einkaufspreis
- Standmiete
- Gewinn
- Strom
- Personal
- Mehrwertsteuer
- Verpackungsmaterialien
- Betriebswirtschaftliche Kosten (Transport, Kühlung, Versicherungen etc.)
All das muss eine eine einzige Bratwurst oder Schale Pommes Frites eingerechnet werden. Das jetzt hier alles aufzudröseln wäre aber zu viel des guten, aber man sieht das ein ganz schöner Rattenschwanz hinter einer einzigen Bratwurst steckt.
Standgelder von 1.500 EUR bis 15.000 EUR sind keine Seltenheit!
Wie, was, wo, Standmiete für einen lächerlichen Bratwurststand von 1.500 EUR? Ja leider richtig gelesen, denn die Standmiete ist mit einer der Kostenfaktoren schlechthin und kaum ein Gast kann sich wirklich solche Un- Summen vorstellen, aber die Realität sieht wirklich so aus. Auf Festivals (Rock am Ring usw.) werden für drei Tage locker und ohne mit der Wimper zu zucken 10.000 EUR und mehr für einen 6 Meter Imbiss Stand verlangt. Ich höre schon fast euer schlucken bis hier hin
Die Festival Betreiber sind da ganz schamlos und die muss ein Imbiss Betreiber erst mal vorfinanzieren
Läuft dann das Event schlecht (mieses Wetter) stehen nicht nur die Gäste im Regen, der Pommesbuden- Besitzer auch….
Auch bei einem normalen Straßenfest oder Stadtfest werden schnell mal 1.500 – 3.000 EUR Standmiete verlangt. Jeder kann sich nun lebhaft vorstellen das diese 3.000 EUR erst einmal eingenommen werden müssen + die anderen Kosten wie oben beschrieben. Jeder sollte nun auch nachvollziehen können wie lange es dauert bis überhaupt der erste Euro in als Gewinn in die eigene Tasche rollt.
Wenn man sich also beschweren möchte, sollte man das auf Veranstalter Seite machen. Die richten diese Events aus und machen “sich die Taschen voll”. Wobei diese natürlich Kosten haben, wie Radio, Print Werbung, Security, Sanitäter usw. Also gibt es auf deren Seite auch einen langen Rattenschwanz an Kosten die mit eingerechnet werden müssen.
Fazit
Jetzt darf man sich nicht nur ein einziges Event ansehen und den Preis für eine einzige Bratwurst, sondern den Gewinn fährt ein Pommesbuden- Besitzer mit einer ganzen Saison ein, aber das ist ein anderes Thema, auf das ich in weiteren Artikeln noch eingehe. Ihr wisst aber nun warum eine Bratwurst oder eine Schale Pommes mit Ketchup so teuer ist.